Rezept Braune Kuchen

Zutaten: (für ca. 100 Stück)

5g             Kardamom 

125g         Butter

200g         Zucker

200g         dunklen Zuckerrübensirup

5g              Pottasche

10g            Lebkuchengewürz

500g          Mehl

 

 

Die Butter, den Sirup und den Zucker in einem Topf erhitzen und dann die Gewürze und die Pottasche unterrühren. Das Mehl in die heiße Mischung rühren und solange rühren bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

 

Den Teig abkühlen lassen und dann den Teig zu Rollen mit einem Durchmesser von 7 cm formen. Den Teig in Frischhaltefolie einrollen und 1 bis 2 Tage im Kühlschrank ruhen lassen. 

 

Nach der Ruhezeit dünne Scheiben aus dem Teig schneiden. Backofen auf 180°C vorheizen (Ober-und Unterhitze). Und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Bachblech mit Abstand anordnen. Die Kekse 10 Minuten backen lassen bis sie kross, aber nicht zu dunkel sind.

Die Plätzchen auf einem Backgitter auskühlen lassen. Achtung: Sie sind jetzt noch weich!

 

 

 

 

 

 


Knecht Ruprecht

Ruprecht: Habt guten Abend, alt und jung

bin allen wohl bekannt genung.

Von drauß vom Walde komm ich her;

ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen

sah ich goldene Lichtlein sitzen;

und droben aus dem Himmelstor

sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,

da rief’s mich mit heller Stimme an:

Knecht Ruprecht, rief es alter Gesell,

hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,

das Himmelstor ist aufgetan,

Alt und Junge sollen nun

von der Jagd des Lebens einmal ruhn;

und morgen flieg ich hinab zur Erden,

denn es soll wieder weihnachten werden!

So geh denn rasch von Haus zu Haus.

such mir die guten Kinder aus,

damit ich ihrer mag gedenken

mit schönen Sachen sie mag beschenken.

Ich sprach: O lieber Herre Christ,

Meine Reise fast zu Ende ist.

Ich soll nur noch in diese Stadt,

Wo’s eitel gute Kinder hat.

Hast denn das Säcklein auch bei dir?

Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,

Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern

freßen fromme Kinder gern.

Hast denn die Rute auch bei dir?

Ich sprach: die Rute die ist hier.

Doch für die Kinder, nur die schlechten,

die trifft sie auf den Teil, den rechten.

Christkindlein sprach: So ist es recht.

So geh mit Gott, mein treuer Knecht!

Von drauß, vom Walde komm ich her,

Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!

Nun sprecht wie ich’s hierinnen find:

sind’s gute Kind., sind’s böse Kind?

Vater: Die Kindlein sind wohl alle gut,

haben nur mitunter was trotzigen Mut.

Ruprecht: Ei, ei, für trotzgen Kindermut

ist meine lang Rute gut!

Heißt es bei Euch denn nicht mitunter:

Nieder den Kopf und die Hosen herunter?

Vater: Wie einer sündigt so wird er gestraft;

die Kindlein sind schon alle brav.

Ruprecht: Stecken sie die Nas auch tüchtig ins Buch,

lesen und scheiben und rechnen genug?

Vater: Sie lernen mit ihrer kleinen Kraft,

wir hoffen zu Gott, daß es endlich schafft.

Ruprecht: Beten sie denn nach altem Brauch

im Bett Ihr Abendsprüchlein auch?

Vater: Neulich hört ich im Kämmerlein

eine kleine Stimme sprechen allein;

und als ich an die Tür getreten,

für alle Lieben hört ich sie beten.

Ruprecht: So nehmet denn Christkindleins Gruß,

Kuchen und Äpfel, Äpfel und Nuß;

probiert einmal von seinen Gaben

morgen sollt ihr was beßeres haben.

Dann kommt mit seinem Kerzenschein

Christkindlein selber zu euch herein.

Heut hält es noch am Himmel Wacht;

nun schlafet sanft, habt gute Nacht.

(Theodor Storm)